04 ,Mai          By Anna

Kennen wir das nicht alle? Wir hetzen von Termin zu Termin, rackern uns pausenlos ab – und trotzdem ist am Ende des Tages unsere To-Do-Liste noch so lang, dass man damit bequem den Reichstag einwickeln könnte.
Was hilft? Noch mehr ranklotzen und noch weniger Pausen einlegen? Falsch! Wenn du mehr erledigen und effektiver arbeiten willst, solltest du den umgekehrten Weg gehen: Mehr Pausen machen und weniger arbeiten – aber dafür konzentrierter und mit Plan.

Hier meine (vielleicht überraschenden, aber) unschlagbaren Tipps für mehr Produktivität im Arbeitsalltag:

1. Weniger arbeiten

Klingt komisch, ist aber wahr: Wer weniger arbeitet, schafft mehr. Das hat erst kürzlich wieder eine Studie gezeigt, die der Economist veröffentlicht hat (www.economist.com).
Die Gründe dafür sind vielfältig. So arbeitet man strukturierter, wenn einem weniger Zeit für seine Aufgaben bleibt. Außerdem ist nach spätestens acht Stunden bei jedem von uns die Leistungsgrenze erreicht. Danach nimmt die Fehlerquote zu, die Müdigkeit steigt und mit der Produktivität geht es steil bergab.
Statt sinnlose Überstunden zu schieben, solltest du in Zukunft deine Arbeitszeit effektiv nutzen. Und dann pünktlich in den Feierabend starten.

2. Später aufstehen

Auch das ist erwiesen: Zu wenig Schlaf verringert die Leistungsfähigkeit und macht auf Dauer krank. Mit Produktivität hat das wenig zu tun. Wenn dein Arbeitsalltag es zulässt, solltest du den Wecker eine halbe Stunde später klingeln lassen oder eben abends früher ins Bett gehen.
Und dann solltest du dir noch die Zeit für ein gutes Frühstück gönnen. Im Unterschied zum Croissant, das du auf dem Weg ins Büro runterschlingst, halten ein Müsli oder eine Scheibe Schwarzbrot lange satt und bewahren dich davor, dass dein Blutzuckerspiegel in den Keller kracht, kaum dass du an deinem Schreibtisch Platz genommen hast.

3. Nie wieder 1000 Dinge gleichzeitig tun

Gerade wenn die Belastung groß ist, verzichten wir oft auf eine vernünftige Arbeitsplanung. Wir stürzen uns kopflos in die Arbeit – und müssen bald feststellen, dass wir trotzdem die wichtigen Dinge wieder nicht geschafft haben.
Bevor du morgen früh wieder blind loslegst, halte einen Moment inne und notiere dir alle anstehenden Aufgaben. Wie lange brauchst du dafür? Was ist wirklich wichtig? Lege dann Prioritätenliste an und arbeite sie ab.
Du kannst sogar noch einen Schritt weitergehen und einen richtigen Stundenplan erstellen, in den du genau einträgst, welche Aufgabe du von wann bis wann bearbeitest. Eine solche Struktur hilft dir, deine Produktivität am Arbeitsplatz spürbar zu steigern.
Wenn deine Planung erkennen lässt, dass deine Aufgaben realistischer Weise nicht zu schaffen sind, dann ist es Zeit, zu delegieren und häufiger mal nein zu sagen.

4. Pause machen – aber richtig

Kein Mensch kann dauerhaft auf hohem Niveau Leistung bringen. Wer mit dem Kopf arbeitet, braucht ungefähr alle 90 Minuten eine Pause von etwa 20 Minuten, um kreativ und effizient zu bleiben. Wenn du kannst, solltest du diesen Rhythmus fest in deinen Arbeitstag einplanen.
Das bedeutet aber auch, dass du die 90 Minuten wirklich nutzt, um intensiv zu arbeiten – ohne verkappte Pausen (mal eben einen Kaffee holen, die Mails checken, mit dem Kollegen quatschen etc.). Schalte Handy und E-Mail-Benachrichtigung aus und sorge dafür, dass du dich eineinhalb Stunden lang in deine Arbeit vertiefen kannst.

5. Den Perfektionisten in dir zum Schweigen bringen

Wusstest du, dass Perfektionismus der größte Feind der Produktivität ist? Als innerer Kritiker, der ständig nörgelt und nie zufrieden ist, hemmt er unsere Leistungsfähigkeit und sorgt dafür, dass wir begonnene Aufgaben nur schwer abschließen können.
Wenn du produktiver werden willst, solltest du dich unbedingt von dem Konzept der Perfektion verabschieden. Es gibt sie nur in deinem Kopf!
Vielen hilft dabei das sogenannte Pareto-Prinzip. Danach erreichen wir 80 Prozent unserer Ergebnisse mit 20 Prozent unserer Anstrengungen – um anschließend 80 Prozent der Anstrengungen für die fehlenden 20 Prozent aufzubringen. Wenn du dir dieses Verhältnis bewusst machst, kannst du zügiger zu Ergebnissen kommen.

6. Deine Motivation stärken

Jeder kennt Tage, an denen alles läuft wie von selbst. Meistens sind es die Tage, an denen wir schon bester Laune aufgestanden sind. Aber es gibt eben auch die anderen, an denen so gar nichts klappen will.
Woran liegt das? Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Produktivität. Wenn wir das, was wir tun, mit Freude tun, können wir uns automatisch besser konzentrieren und werden schneller fertig.
Aber was, wenn die Motivation im Eimer ist? Dann kannst du entweder den Job wechseln – oder an deiner Wahrnehmung arbeiten. Zwar können wir die äußeren Rahmenbedingungen nur bedingt verändern, aber wir können lernen, sie anders zu bewerten: Indem wir den Blick auf die positiven Dinge lenken, uns unsere Erfolge bewusst machen, der Arbeit einen Sinn geben und unsere Freiräume bestmöglich nutzen.

Und wenn es doch ein neuer Job sein soll, dann bist du bei uns an der richtigen Adresse. Schau doch gleich mal nach, ob bei unseren Stellenausschreibungen etwas für dich dabei ist oder melde dich bei uns!

Deine Anna und das Team von Digital Vikings